Mythen zur Läuse-Behandlung:

Kann ich alle Läuse ohne Behandlung loswerden?

Bei lebenden Läusen und Nissen ist das ziemlich unwahrscheinlich. Läuse vermehren sich rasant. Die Nissen sind zudem durch ihre robuste Chitinhülle mit dem Haar verklebt.

Allerdings: Nach einem Kopflausbefall und anschließend erfolgreicher Behandlung mit einem Anti-Kopflausshampoo sollten die abgestorbenen Nissen mit einem Nissenkamm herausgekämmt werden. Dies hat aber lediglich kosmetische Gründe. Eine erneute Ansteckung durch abgestorbene Nissen ist nicht möglich. Die toten Läuse können Sie ebenfalls mit einem Nissenkamm entfernen.

Hilft es eine Glatze zu schneiden oder abzuwarten?

Warten hilft keinesfalls. Eine weibliche Laus legt etwa 10 Eier pro Tag ab. Die Lebensdauer einer Laus beträgt ca. 30 Tage. Eine Glatze schneiden ist zwar wirksam, aber für Kinder, vor allem Mädchen, keine Option.

Helfen auch Hausmittel?

Essig: Früher wurde gerne zu einer Essigspülung geraten. Durch die glatte Oberfläche sind Läuse schwerer in der Lage, sich an das Haar zu klammern. Bereits verklebte Läuseeier sind von der Essigspülung unbeeindruckt. Ein überaus gründliches Auskämmen ist notwendig und gibt keine Garantie, alle Läuse und Nissen erwischen zu können.

Föhn / Heißluft: Diese Methode ist ein Mythos. Läuse sterben zwar bei hoher Temperatureinwirkung, aber bis diese erreicht ist, verbrennen Sie Haare und Kopfhaut der zu behandelnden Person. Im schlimmsten Fall tragen Sie bzw. Ihr Kind also eine Rötung / Verbrennung der Kopfhaut davon. Diese zusätzlich verursachte Reizung des Kopfes ist extrem unangenehm, denn durch das Blutsaugen der Läuse sind bereits Wunden auf dem Kopf entstanden. Somit verstärken Sie das ohnehin schon unangenehme Gefühl enorm.